8. Sitzung AG Radverkehr
Anwesenheit (alphabetisch):
|
Sascha Brunke (Protokoll) |
Guido Grune |
Michael Schubert |
|
Michaela Daffner |
Thomas Hädrich |
Sophie Seher |
|
Sven Drechsler |
Bastian Harendt |
Dietrich Martin |
|
Sandro Dressler |
Thomas Hennig |
Ingolf Steinbach |
|
Sebastian Fachet |
Lutz Jacob |
Thomas Wedekind |
|
David J. Green |
Dominik Jähnert Schiefer |
|
TOP 1 – Tagesordnung
Die Tagesordnung wurde ohne Änderungen angenommen.
TOP 2 – Protokolle [Anwesend 12 Personen]
Die Protokolle der vorherigen 6. und 7. Sitzung wurden in ihrer letzten versendeten Form mit 9 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen.
TOP 3 – Geschäftsordnung
Unter anderem durch die Feiertage bedingt gibt es keine Neuigkeiten, der Punkt wird bei der nächsten Sitzung wieder aufgenommen.
TOP 4 – Bericht aus dem Beirat Mobilität [Anwesend 17 Personen]
Dietrich Martin berichtet aus der Sitzung vom 16.12.2025
-
Mittelwiesen
-
Thema wird verschoben, wurde im SUA beraten
-
-
Organisatorisches
-
Die Bitte ergeht, Themen mit Verkehrsrelevanz im SUA/Klimarat auch an den Beirat Mobilität zu geben
-
-
Vorschläge der AG Radverkehr zum Übergang Knebelstraße
-
Die Vorschläge wurden kritisch diskutiert, unter anderem
-
Bedenken, dass schnellerer Radverkehr Fußgänger gefährden könnte, daher gegen eine Verbreiterung (M. Schubert)
-
Brückendurchfahrtsverbreiterung möglicherweise nicht möglich
-
Überarbeitung der gesamten Lage steht sowieso bald an (M. Margull)
-
-
-
Vorschlag der AG Radverkehr Freigabe Geradeausfahren am Volksbad
-
Der Jenaer Nahverkehr meldet Bedenken wegen der abbiegenden Tram, was eine ineffizientere Ampelschaltung erfordern würde
-
-
Fußverkehr-Verbesserungen
-
Liste mit 35 Problemstellen und Konflikten vorgestellt
-
Michael Schubert ist als Gast in der AG Radverkehr, um seine Sicht als Mitglied des Fuss e.V. auf die Probleme im Verkehr vorzustellen. Er stellt insbesondere heraus:
-
mehr Wege werden zu Fuß zurückgelegt als mit Rad oder ÖPNV
-
Probleme: Fahrradfahren auf Fußwegen, Elektroroller, parkende Autos
-
Konfliktfälle mit Radverkehr oft bei „Fußweg, Radverkehr frei“
-
führt eine Kriterienliste der “Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen” (EFA) auf, unter denen „Fußweg, Radverkehr frei“ als ungeeignet bezeichnet wird
-
Forderung: Überprüfung bestehender und Nichteinrichtung neuer „Fußweg, Radverkehr frei“, wo gegen diese Empfehlungen verstoßen wird
Aus der Präsentation entwickelt sich eine teils lebhafte Diskussion:
-
Thomas Wedekind stellt dar, dass das Problem bekannt sei und historisch aus Planungen der Vorwendezeit stammt. Maßnahmen dagegen müssen aber über „(Zusatz-)Schilder weg“ hinausgehen
-
Thomas Hädrich pflichtet bei, „Radverkehr frei“ auf Fußwegen führt oft zum „Weghupen“ und Bedrängen von Radfahrenden auf der Straße
-
Sascha Brunke fragt nach gewünschten Prioritäten bei der Überprüfung, weil das Problem nicht überall gleich schwer sei. Diese scheint es (noch) nicht zu geben
-
Bastian Harendt meldet kritisch an, dass Konflikte Fußverkehr/ Autoverkehr unterrepräsentiert seien. Ebenso seien enge Gehwege und Mülltonnen etc. darauf sehr oft problematisch
-
Lutz Jacob pflichtet bei und kritisiert die Fokussierung auf Radverkehr, David Green sieht ebenfalls eine gewisse Einseitigkeit. Herr Schubert widerspricht, auch aus persönlicher Betroffenheit durch Unfälle. Das Argument, dass die Wahrnehmung von Gefährdungen subjektiv sei und nicht immer von Daten getragen wird (Sebastian Fachet) weist Herr Schubert entschieden zurück
-
Ingolf Steinbach und Thomas Hädrich stellen die Vorteile dar, lieber gemeinsam mit Fuß- und Radverkehr Lösungen zu finden, wie man Gefährdungen durch Autoverkehr strukturell verringern kann
TOP 5 – Wiesen-/Brückenstraßenkreisel
Thomas Hennig gibt einen kurzen historischen Abriss der Entwicklung des Plans für den Kreisverkehr. Dietrich Martin stellt den Ist-Zustand in Foto und Bewegtbild dar. Einzelne Probleme werden kurz am Beispiel besprochen:
-
Ein Fuß-Rad-Weg (verpflichtend) wird nach wenigen Metern „Fußweg, Radverkehr frei“
-
Die Auffahrt zu freigegebene Wegen ist teilweise nur durch scharfes Abbiegen von der Straße möglich
-
„Radverkehr frei“ endet plötzlich, ohne Einfädelung auf die Straße
Lutz Jacob merkt an, dass die Verkehrsführung nicht perfekt ist, aber für einen Kreisverkehr mit Schulwegfunktion keine bessere Lösung gefunden werden konnte.
Es ergeht die Bitte, den Kreisverkehr selbst noch einmal „probezufahren“ und Vorschläge zu machen (Beispielsweise Fahrrad-Piktogramme auf der Straße im Kreisel). Die Hoffnung ist, dass künftig konstruktives Feedback aus der AG Radverkehr zu abgeschlossenen Bauprojekten kommt, um künftige Planungen zu verbessern.
TOP 6 – Straßenbahnunfall
Der leider tödliche Straßenbahnunfall am Übergang Südzufahrt soll in der nächsten Sitzung thematisiert werden.
TOP 7 – Radweg Möbelhaus Neue Schenke [Anwesend 15 Personen]
Für den geplanten Neubau des Möbelhauses ist vereinbart worden, einen Fußweg mit Fahrradverkehr (konkrete Ausführung unklar) neu um das Gelände herum einzurichten. Die Fuß- und Radwegsituation im Gewerbegebiet ist nach übereinstimmender Meinung mindestens schwierig. Der neue Weg hat eine Maximalbreite von 3.50m, eine beidseitige Nutzung ist ausgeschlossen, eine wahrscheinliche Variante scheint wieder ein „Fußweg, Radverkehr frei“.
Nach einer kurze Diskussion zu möglicher Nutzungsfrequenz, Anbindung an das Radwegenetz und der Nutzung durch Schüler lokaler Schulen kam die Frage (Sascha Brunke) auf, ob eine Radnutzung des Weges dort überhaupt sinnvoll sei oder die AG Radverkehr (auch im Sinne des Fußverkehrs) nicht lieber einen reinen Fußweg empfehlen solle. Eine Abstimmung ergab, eine Empfehlung für einen Weg ohne Radverkehr (8 Stimmen) auszusprechen statt für einen Weg mit Radverkehr (4 Stimmen, bei 3 Enthaltungen).
TOP 8 – Koordination AG Radverkehr/ADFC
Thomas Hennig betont, dass die Expertise des ADFC, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten wie für den Tunnel am Paradiespark, wichtig für konstruktive Vorschläge der AG Radverkehr sind. Die Zusammenarbeit soll weiter gesucht und intensiviert werden.
TOP 9 – Sonstiges
Der Diebstahl eines Rades durch das Durchsägen eines Radbügels in der Innenstadt (erwähnt bei der letzten Sitzung durch Thomas Wedekind) wurde nachverfolgt. Offensichtlich ist es ein seltenes Vorkommnis.
Im Nachgang der Sitzung weist Frau Seher darauf hin, dass sich Ihre durchschnittlichen Angaben von 76 gestohlenen Fahrrädern in Jena auf eine Vergleichsbasis von jeweils 10.000 Einwohnern bezieht und daher keine absolute Zahl darstellt.
Themennachverfolgung
Weiter verfolgt werden zur nächsten Sitzung die Themen:
-
Linksabbieger im Bibliotheksweg
-
Kübel/Labyrinthe an der Paradiesbrücke
-
Rotfärbungen als Markierungen auf Straßen
-
Status der RVP-Liste als digital nutzbare Ressource
-
Winterdienst
-
Sicherheit Südzufahrt (Tramunfall)
-
Kreisverkehr Wiesenstraße
Die nächste Sitzung findet am 10.2.26 statt.